
Ich kam also nicht vom Fleck. Dabei hatte ich es eilig: Ein Kommilitone hatte - wie immer am 9. November - Geburtstag und feierte - wie immer. Anrufen konnte ich schlecht - es gab noch keine Handys. Also war Warten angesagt. Ich hörte zur Abwechslung mal Radio statt Cassette (CD-Player im Auto gab es zwar schon, aber die waren damals noch unerschwinglich) und hörte dann die Nachricht, die

Nun stiegen noch mehr Menschen aus und trugen diese Nachricht durch den Lindwurm des Ausharrens. Manche schüttelten den Kopf, andere waren in Gedanken versunken, einige lachten und freuten sich ganz offensichtlich. Wäre Sekt (Prosecco war damals noch unbekannt) in irgendeinem Kofferraum gewesen, hätten wir bestimmt miteinander angestoßen.
Als ich nach zwei Stunden Wartens dann endlich die letzten 20 Kilometer bis Münster überbrücken konnte und auf der Party ankam, war da gar keine: Der Fernseher lief und alle saßen gebannt und verwundert vor diesen Bildern, die um die Welt gingen. Ein Tag für die Geschichtsbücher. Ein Tag, der auch in meinem Gedächtnis unlöschbar ist.
(Fotos gefunden auf: stuttgarter-zeitung.de/, beetle-factory.com/)
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