Montag, 31. Dezember 2007

Von wegen Knut...

C'est la Baschte, c'est la Dully!

(Foto: Uli Elsbroek)

Von wegen Knut...

C'est la Baschte, c'est la Dully!

(Foto: Uli Elsbroek)

Samstag, 29. Dezember 2007

Ein Stern, der seinen Namen trägt

War gestern in einem Paralleluniversum. Plattenbausiedlung schlimmster Kajüte mit vorgelagertem Parkdeck (doppelstöckig) und eigenem Verkehrs-Leitsystem. Dann: Eingang in die Ladenstraße, die man nur auf Schusters Rappen betreten darf. Hier dann feinste Geschäfte (Aldi, Lidl, Seamans Trust) und edle Boutiquen (Takko, Kenvelo, New Yorker), dazwischen Handy-Shops, Hertie und einige Imbiss-Buden (Pommes, Chop Suey, Nordsee). 1. Abenteuer: Parkplatzsuche, gefühltes Level: Colt Seavers. 2. Abenteuer: Sightseeing, gefühltes Level: 8. Weltwunder. 3. Abenteuer: teilnehmende Beobachtung, gefühltes Level: Mitten im Pott. 4. Abenteuer: Essen fassen, gefühltes Level: Verweigern am Ochser. Der Adventure-Park liegt zwischen Recklinghausen und Haltern und ist ausgeschildertals "Marler Stern". Prädikat: Sehenswert!

Ein Stern, der seinen Namen trägt

War gestern in einem Paralleluniversum. Plattenbausiedlung schlimmster Kajüte mit vorgelagertem Parkdeck (doppelstöckig) und eigenem Verkehrs-Leitsystem. Dann: Eingang in die Ladenstraße, die man nur auf Schusters Rappen betreten darf. Hier dann feinste Geschäfte (Aldi, Lidl, Seamans Trust) und edle Boutiquen (Takko, Kenvelo, New Yorker), dazwischen Handy-Shops, Hertie und einige Imbiss-Buden (Pommes, Chop Suey, Nordsee). 1. Abenteuer: Parkplatzsuche, gefühltes Level: Colt Seavers. 2. Abenteuer: Sightseeing, gefühltes Level: 8. Weltwunder. 3. Abenteuer: teilnehmende Beobachtung, gefühltes Level: Mitten im Pott. 4. Abenteuer: Essen fassen, gefühltes Level: Verweigern am Ochser. Der Adventure-Park liegt zwischen Recklinghausen und Haltern und ist ausgeschildertals "Marler Stern". Prädikat: Sehenswert!

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Zuhlu, April, Charlie, Kongo!

wünsche schöne weihnachten gehabt zu haben und frisch und voller tatendrang dem ansturm der geldbeschenkten hoffnungsvoll und ebenso -froh entgegen zu sehen. da wird wieder so mancher kunde und eventuell auch die eine oder andere in fragen: "kann ich auch mit karte zahlen?".

um jedweden missverständnissen in zukunft wirkungsvoll vorbeugen zu können, habe ich im netz bei bastian sicks "zwiebelfischchen" ein kleines juwel entdeckt, das ihr lediglich ausdrucken und an die kasse heften müsstet - und zack! - sind alle fragen im keim erstickt- weil präventiv längst beantwortet.

schöne grüße aus'm süden,

ottensmann
(betriebsrat und moraloffizier)

Zuhlu, April, Charlie, Kongo!

wünsche schöne weihnachten gehabt zu haben und frisch und voller tatendrang dem ansturm der geldbeschenkten hoffnungsvoll und ebenso -froh entgegen zu sehen. da wird wieder so mancher kunde und eventuell auch die eine oder andere in fragen: "kann ich auch mit karte zahlen?".

um jedweden missverständnissen in zukunft wirkungsvoll vorbeugen zu können, habe ich im netz bei bastian sicks "zwiebelfischchen" ein kleines juwel entdeckt, das ihr lediglich ausdrucken und an die kasse heften müsstet - und zack! - sind alle fragen im keim erstickt- weil präventiv längst beantwortet.

schöne grüße aus'm süden,

ottensmann
(betriebsrat und moraloffizier)

Montag, 24. Dezember 2007

Der Laden

"Man eröffnet ein Geschäft, um etwas zu verkaufen, man hofft darauf, viel zu tun zu haben, damit man vergrößern muss, wiederum mehr verkauft und reich wird, bis man eines Tages gar nicht mehr selbst hinter dem Ladentisch stehen muss. Stimmt das nicht? Aber es gibt auch Leute, die einen Laden aufmachen, weil sie hoffen, dort aufgehoben zu sein, zwischen den Dingen, die sie am meisten schätzen - Wolle oder Teetassen oder Bücher -, und mit dem schlichten Wunsch, sich auf bequeme Weise zu behaupten? Als Teil des Straßenbilds, der Straße selbst, als ein Fleck auf der Landkarte, die man von der Stadt im Kopf hat, und schließlich als Bestandteil der allgemeinen Erinnerung. Sie werden vormittags dasitzen und Kaffee trinken, sie werden den vertrauten Silbertand zu Weihnachten hervorholen, sie werden im Frühling die Schaufenster putzen, bevor sie die neuen Waren ausstellen. Für diese Leute sind Läden das, was für andere eine Hütte im Wald ist - eine Zuflucht und eine Rechtfertigung."

(aus: Alice Munro - Offene Geheimnisse (c) 1994, gefunden von das Qor 2007)

Der Laden

"Man eröffnet ein Geschäft, um etwas zu verkaufen, man hofft darauf, viel zu tun zu haben, damit man vergrößern muss, wiederum mehr verkauft und reich wird, bis man eines Tages gar nicht mehr selbst hinter dem Ladentisch stehen muss. Stimmt das nicht? Aber es gibt auch Leute, die einen Laden aufmachen, weil sie hoffen, dort aufgehoben zu sein, zwischen den Dingen, die sie am meisten schätzen - Wolle oder Teetassen oder Bücher -, und mit dem schlichten Wunsch, sich auf bequeme Weise zu behaupten? Als Teil des Straßenbilds, der Straße selbst, als ein Fleck auf der Landkarte, die man von der Stadt im Kopf hat, und schließlich als Bestandteil der allgemeinen Erinnerung. Sie werden vormittags dasitzen und Kaffee trinken, sie werden den vertrauten Silbertand zu Weihnachten hervorholen, sie werden im Frühling die Schaufenster putzen, bevor sie die neuen Waren ausstellen. Für diese Leute sind Läden das, was für andere eine Hütte im Wald ist - eine Zuflucht und eine Rechtfertigung."

(aus: Alice Munro - Offene Geheimnisse (c) 1994, gefunden von das Qor 2007)

Sonntag, 23. Dezember 2007

Das Prinzip Manchmal

"Ich dachte, Du meinst meine Uhr. Ich krieg nämlich eine zu Weihnachten. Vielleicht. Die hab ich mir gewünscht. Und manchmal kriegt man auch das, was man sich gewünscht hat. Nicht immer, aber manchmal."

Das kleine Mädchen - schätzungsweise fünfeinhalb - mit der rosa Strickmütze und der dicken Brille erklärte ihrer noch kleineren Schwester - vielleicht vier - auf dem Weihnachtsmarkt vor der holländischen Pommesbude das Prinzip Weihnachten - und eigentlich auch, quasi in einem Rutsch, das Prinzip Leben. Denn ist es nicht genau so? Man wünscht sich etwas, hofft darauf, aber kann irgendwie nie ganz sicher sein, dass man es - und zwar genau dieses, und zwar genau so, wie man es sich vorstellte - auch bekommt. Manchmal klappt es, nicht immer, manchmal auch nur selten, manchmal nie. Aber deswegen erst gar nicht mehr hoffen, bangen, träumen, wünschen? Von wegen...

"Was du willst, das kriegst du nicht.
Und was du haben kannst, das interessiert dich nicht."

(Peter Hein, Fehlfarben - Gottseidank nicht in England, 1980)

Das Prinzip Manchmal

"Ich dachte, Du meinst meine Uhr. Ich krieg nämlich eine zu Weihnachten. Vielleicht. Die hab ich mir gewünscht. Und manchmal kriegt man auch das, was man sich gewünscht hat. Nicht immer, aber manchmal."

Das kleine Mädchen - schätzungsweise fünfeinhalb - mit der rosa Strickmütze und der dicken Brille erklärte ihrer noch kleineren Schwester - vielleicht vier - auf dem Weihnachtsmarkt vor der holländischen Pommesbude das Prinzip Weihnachten - und eigentlich auch, quasi in einem Rutsch, das Prinzip Leben. Denn ist es nicht genau so? Man wünscht sich etwas, hofft darauf, aber kann irgendwie nie ganz sicher sein, dass man es - und zwar genau dieses, und zwar genau so, wie man es sich vorstellte - auch bekommt. Manchmal klappt es, nicht immer, manchmal auch nur selten, manchmal nie. Aber deswegen erst gar nicht mehr hoffen, bangen, träumen, wünschen? Von wegen...

"Was du willst, das kriegst du nicht.
Und was du haben kannst, das interessiert dich nicht."

(Peter Hein, Fehlfarben - Gottseidank nicht in England, 1980)

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Denn Herr Rossi sucht das Glück

Es kann alles so einfach sein. Wie gut olle Hausmittel sind, habe ich in diesen Tagen widder mal am eigenen Leib feststellen dürfen: Mit ner Wärmflasche im Rücken lebt es sich doch gleich viel besser. Warum aber gibt es die eigentlich nicht mit Klettgurten zum um-den-Körper-schnallen? Oder - für Lendenkranke - als Accessoire, das am Hosengürtel oder den gleichnamigen Schlaufen befestigt ist? Und schon widder ne großartige Geschäftsidee für die Nische...

Denn Herr Rossi sucht das Glück

Es kann alles so einfach sein. Wie gut olle Hausmittel sind, habe ich in diesen Tagen widder mal am eigenen Leib feststellen dürfen: Mit ner Wärmflasche im Rücken lebt es sich doch gleich viel besser. Warum aber gibt es die eigentlich nicht mit Klettgurten zum um-den-Körper-schnallen? Oder - für Lendenkranke - als Accessoire, das am Hosengürtel oder den gleichnamigen Schlaufen befestigt ist? Und schon widder ne großartige Geschäftsidee für die Nische...

Dienstag, 18. Dezember 2007

Widder da: Der 3. Weihnachtstag


Noch 154 stunden, ehe der Kling-Glöckchen-Wahnsinn seinen unausweichlichen Höhepunkt erreicht. Ob der Baum dann brennt, weiß noch niemand - schließlich ist der noch gar nicht gekauft. Vielleicht morgen, vielleicht übermorgen. Habe heute gelesen, dass ein handelsüblicher W-Baum in 45 Sekunden abgefackelt ist. 45 Sekunden - und dafür diese ganze Aufregung? Tststs.

Viel wichtiger ist mir abba der 3.Weihnachtstag, wenn wir uns endlich - nach zwei Jahren Baby-Pause - mal widder mit der ganzen Mischpoke treffen. Glühwein unterm Carport. Gibt bestimmt abba auch leckeres Trinkgut. Gottseidank widder was Normales in dieser besinnlichen Zeit des galoppierenden Wahnsinns. Und dann hab ich bis zum zweiten Tag 008 FREI. Irre, woll?

Widder da: Der 3. Weihnachtstag


Noch 154 stunden, ehe der Kling-Glöckchen-Wahnsinn seinen unausweichlichen Höhepunkt erreicht. Ob der Baum dann brennt, weiß noch niemand - schließlich ist der noch gar nicht gekauft. Vielleicht morgen, vielleicht übermorgen. Habe heute gelesen, dass ein handelsüblicher W-Baum in 45 Sekunden abgefackelt ist. 45 Sekunden - und dafür diese ganze Aufregung? Tststs.

Viel wichtiger ist mir abba der 3.Weihnachtstag, wenn wir uns endlich - nach zwei Jahren Baby-Pause - mal widder mit der ganzen Mischpoke treffen. Glühwein unterm Carport. Gibt bestimmt abba auch leckeres Trinkgut. Gottseidank widder was Normales in dieser besinnlichen Zeit des galoppierenden Wahnsinns. Und dann hab ich bis zum zweiten Tag 008 FREI. Irre, woll?

Samstag, 15. Dezember 2007

Es gibt nur einen Gott

Und der heißt nicht BelaFarinRod, sondern Kurt. Und der praktiziert nicht in Berlin, sondern tief im Westen, wo die Sonne verstaubt. Seitdem geht's mir zudem viel besser, viel besser als man glaubt. Komisch, da fällt mir noch der beste Ärzte-Witz aller Zeiten ein: "Sag mal, kennst Du einen guten Orthopäden?".

Naja, egal. Dass die Schulmedizin ihre engen Grenzen hat, wusste ich ja schon ein paar Tage länger. Abba dass andere Disziplinen, sagen wir mal die Manuelle Therapie und die Osteopathie, so viel näher am Menschen sind, war mir noch nie so bewusst wie heute. Wollte ich nur mal gesagt haben...

Es gibt nur einen Gott

Und der heißt nicht BelaFarinRod, sondern Kurt. Und der praktiziert nicht in Berlin, sondern tief im Westen, wo die Sonne verstaubt. Seitdem geht's mir zudem viel besser, viel besser als man glaubt. Komisch, da fällt mir noch der beste Ärzte-Witz aller Zeiten ein: "Sag mal, kennst Du einen guten Orthopäden?".

Naja, egal. Dass die Schulmedizin ihre engen Grenzen hat, wusste ich ja schon ein paar Tage länger. Abba dass andere Disziplinen, sagen wir mal die Manuelle Therapie und die Osteopathie, so viel näher am Menschen sind, war mir noch nie so bewusst wie heute. Wollte ich nur mal gesagt haben...

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Frohe Botschaft aus Seligenstadt

und es begab sich zu der zeit, als der otti wiederkommen wollte. und er suchte die abfahrt nach aschaffenburg, die wie vom erdboden verschluckt schien. und just zu dem zeitpunkt, als seine nerven schon bloß liegen wollten, erhellte ein gleißendes licht die schwarze nacht. so strahlend, als wolle es ihm den verloren geglaubten weg weisen. als wolle es sagen, komm, halb so wild, die nächste kaffeebude ist nah und da darfst du sogar ein brandopfer bringen, mit glück sogar drinnen. und hoffnung keimte in ihm auf und er verstand das mirakel: keine punkte! nur eine ordnungswidrigkeit. 15 silberlinge in die stadtkasse von seligenstadt - und der ablass ist nah. so tat er wie ihm geheißen und harrte der vergebung, die da kommen möge.

Frohe Botschaft aus Seligenstadt

und es begab sich zu der zeit, als der otti wiederkommen wollte. und er suchte die abfahrt nach aschaffenburg, die wie vom erdboden verschluckt schien. und just zu dem zeitpunkt, als seine nerven schon bloß liegen wollten, erhellte ein gleißendes licht die schwarze nacht. so strahlend, als wolle es ihm den verloren geglaubten weg weisen. als wolle es sagen, komm, halb so wild, die nächste kaffeebude ist nah und da darfst du sogar ein brandopfer bringen, mit glück sogar drinnen. und hoffnung keimte in ihm auf und er verstand das mirakel: keine punkte! nur eine ordnungswidrigkeit. 15 silberlinge in die stadtkasse von seligenstadt - und der ablass ist nah. so tat er wie ihm geheißen und harrte der vergebung, die da kommen möge.

Montag, 10. Dezember 2007

14 Tage Wahnsinn

Also, was sich am Samstag in den Innenstädten abspielte, mag ja schon recht spektakulär gewesen sein. Abba nix gegen die vor uns brach liegende Woche! Vor allem der dritte Adventsamstag gilt als die weihnachtliche Vorhölle der City-Kaufleute. Von 9-11 Uhr ist noch alles im Lot, ehe sich dann gefühlte 84 Prozent der Frauen und 98,8 Prozent der Männer sagen, "Möönsch, gezz muss ich abba mal endlich los und alle Geschenke auf einen Schlach holen." Dazwischen noch gemütlich auf'n Weihnachtsmarkt - ist ja so stimmungsvoll - und 6-8 Glühwein, Adventpunsch und diverse Klöpfer für den Flüssigkeitshaushalt zuführen - und alles läuft wie geschmiert.

11.08 Uhr. Wenn nur diese lästigen Schlangen an den Kassen nicht wären. Hilfreich, wenn dann die Frau vor Dir ganz zuvorkommend ihr übervolles Kellnerportemonnaie auf dem Ladentisch auskippt und sagt "2,99? Ich glaube, ich habe es klein: mooment...". In dem Moment ist dann zumeist auch noch die Kassenrolle vor Dir zu Ende und hinter Dir merkst Du, wie langsam Softeis auf Deine sündhaft teure, niegelnagelneue Winterjacke fließt. Von all-überall quillt lieblich "Oh du Fröhliche" aus den Ritzen und nebenan in der Krippe, ne, es ist ein Blagenwagen, quäkt ganz niedlich ein Kindlein wie am Spieß.

11.37 Uhr. Apropos: Ochsenbraten im Brötchen mit Krautsalat ist jetzt genau das Richtige, um den kleinen Hunger zu stillen, der zwischendurch - wie immer unangemeldet - bei Dir in der Magengrube aufschlägt. Vom Nebenmann dröhnt der Klingelton von Detektiv Rockford aus dem ultraflachen Nokia 68435i mit 10,1 Megapixel-Kamera und 1 Gigabyte-Speicherkarte für MP3-Lärm und das kajalüberladene Tennie-Girl mit der zerissenen Netzstrumpfhose unter dem viel zu kurzen, karierten Mini-Rock hat Ihre Taubmacher-Ohrstopfen zwar drin, abba kann trotzdem bei gefühlten 480 Dezibeln nicht verbergen, dass sie tierisch auf Linkin Park steht. "Shadow Of The Day" - das beste Stück, das U2 in diesem Jahr nicht geschrieben hat, hilft Dir abba auch nicht über die nächsten fünf Minuten - dafür ist die Tonqualität einfach zu schlecht.

12.02 Uhr. Zeit für eine Pause in der schicken US-Kaffee-Bar, wo die edel gekleidete Mittfünfzigerin mit dem viel zu roten Lippenstift und den unauffälligen fetten Gold-Klunkern - erstmal "ne schöne Latte" braucht. Doch das heiße Wasser mit Nougat-Sirup und Krokantsplittern im H-Milchschaum hilft Dir auch nicht über'n Berg. Vielleicht lieber was Stärkeres? Ein Ramazotti auf Eis kann doch nicht schaden. Wie nett die Bedienung lächelt, als ihr der Teller mit den Resten des Rühreis vom Tablett gleitet, weil sie den Rucksack vor ihren Füßen übersehen hat. Es geht doch nichts über gutes Personal. Das ist dir 20 Cent Trinkgeld wert.

(Fortsetzung folgt.)

14 Tage Wahnsinn

Also, was sich am Samstag in den Innenstädten abspielte, mag ja schon recht spektakulär gewesen sein. Abba nix gegen die vor uns brach liegende Woche! Vor allem der dritte Adventsamstag gilt als die weihnachtliche Vorhölle der City-Kaufleute. Von 9-11 Uhr ist noch alles im Lot, ehe sich dann gefühlte 84 Prozent der Frauen und 98,8 Prozent der Männer sagen, "Möönsch, gezz muss ich abba mal endlich los und alle Geschenke auf einen Schlach holen." Dazwischen noch gemütlich auf'n Weihnachtsmarkt - ist ja so stimmungsvoll - und 6-8 Glühwein, Adventpunsch und diverse Klöpfer für den Flüssigkeitshaushalt zuführen - und alles läuft wie geschmiert.

11.08 Uhr. Wenn nur diese lästigen Schlangen an den Kassen nicht wären. Hilfreich, wenn dann die Frau vor Dir ganz zuvorkommend ihr übervolles Kellnerportemonnaie auf dem Ladentisch auskippt und sagt "2,99? Ich glaube, ich habe es klein: mooment...". In dem Moment ist dann zumeist auch noch die Kassenrolle vor Dir zu Ende und hinter Dir merkst Du, wie langsam Softeis auf Deine sündhaft teure, niegelnagelneue Winterjacke fließt. Von all-überall quillt lieblich "Oh du Fröhliche" aus den Ritzen und nebenan in der Krippe, ne, es ist ein Blagenwagen, quäkt ganz niedlich ein Kindlein wie am Spieß.

11.37 Uhr. Apropos: Ochsenbraten im Brötchen mit Krautsalat ist jetzt genau das Richtige, um den kleinen Hunger zu stillen, der zwischendurch - wie immer unangemeldet - bei Dir in der Magengrube aufschlägt. Vom Nebenmann dröhnt der Klingelton von Detektiv Rockford aus dem ultraflachen Nokia 68435i mit 10,1 Megapixel-Kamera und 1 Gigabyte-Speicherkarte für MP3-Lärm und das kajalüberladene Tennie-Girl mit der zerissenen Netzstrumpfhose unter dem viel zu kurzen, karierten Mini-Rock hat Ihre Taubmacher-Ohrstopfen zwar drin, abba kann trotzdem bei gefühlten 480 Dezibeln nicht verbergen, dass sie tierisch auf Linkin Park steht. "Shadow Of The Day" - das beste Stück, das U2 in diesem Jahr nicht geschrieben hat, hilft Dir abba auch nicht über die nächsten fünf Minuten - dafür ist die Tonqualität einfach zu schlecht.

12.02 Uhr. Zeit für eine Pause in der schicken US-Kaffee-Bar, wo die edel gekleidete Mittfünfzigerin mit dem viel zu roten Lippenstift und den unauffälligen fetten Gold-Klunkern - erstmal "ne schöne Latte" braucht. Doch das heiße Wasser mit Nougat-Sirup und Krokantsplittern im H-Milchschaum hilft Dir auch nicht über'n Berg. Vielleicht lieber was Stärkeres? Ein Ramazotti auf Eis kann doch nicht schaden. Wie nett die Bedienung lächelt, als ihr der Teller mit den Resten des Rühreis vom Tablett gleitet, weil sie den Rucksack vor ihren Füßen übersehen hat. Es geht doch nichts über gutes Personal. Das ist dir 20 Cent Trinkgeld wert.

(Fortsetzung folgt.)

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Vom Umtausch ausgeschlossen?

The Day After - widder mal. Warum kann man diese Tage eigentlich nicht zurückgeben? Abba wem? Dem Leben? Gott? Aldi? Ich glaub, ich brauch mal dringend ne wahrnehmbare Pause.

Vom Umtausch ausgeschlossen?

The Day After - widder mal. Warum kann man diese Tage eigentlich nicht zurückgeben? Abba wem? Dem Leben? Gott? Aldi? Ich glaub, ich brauch mal dringend ne wahrnehmbare Pause.

Total in Stress geraten...

Liebe Freunde des gefüllten Stiefels,

falls es der heilige Mann bislang noch nicht bis zu Euch geschafft haben sollte, so seid gewiss: Sankt Niklas hat - wegen des Streiks der Rentiergewerkschaft TransRen im Stau gesteckt und ist deshalb ein wenig in Zeitdruck geraten. Deswegen ist seine Laune heute nicht so prickelnd - und er guckt auch so (vgl. beiliegendes Fotodokument, Quelle: Vanity Fair). Abba er kommt noch, spätestens am 24. - believe me!

Total in Stress geraten...

Liebe Freunde des gefüllten Stiefels,

falls es der heilige Mann bislang noch nicht bis zu Euch geschafft haben sollte, so seid gewiss: Sankt Niklas hat - wegen des Streiks der Rentiergewerkschaft TransRen im Stau gesteckt und ist deshalb ein wenig in Zeitdruck geraten. Deswegen ist seine Laune heute nicht so prickelnd - und er guckt auch so (vgl. beiliegendes Fotodokument, Quelle: Vanity Fair). Abba er kommt noch, spätestens am 24. - believe me!

Dienstag, 4. Dezember 2007

43 Jahre, 8 Monate und 6 Tage alt

Tja, bislang komme ich ja noch gänzlich ohne Ersatzteile aus - mal abgesehen von meinem Mund, wo zwar Lücken sind, abba lediglich einige Originalteile geflickt werden mussten. Abba zu Weihnachten wünsche ich mir gezz mal endlich einen neuen Rücken. Oder am besten ne komplett neue Wirbelsäule komplett mit (breiteren) Schultern und Nackenstütze. Damit das Leiden mal ein Ende hat. Die Dinger soll es ja mittlerweile auch in schönen Modefarben geben. Vielleicht so ein cooles Camouflage-Design? Hm, schauen wir mal. Nur soviel: Die Bandscheiben sehen in LWS, BWS und HWS an diversen Stellen aus wie ne Drei-Kammer-Luftmatratze und das ISG korrodiert so langsam völlig. Abba jammern hilft ja nix oder - wie Steppi Stepanovic immer sagte - Lebbe geht weida!

43 Jahre, 8 Monate und 6 Tage alt

Tja, bislang komme ich ja noch gänzlich ohne Ersatzteile aus - mal abgesehen von meinem Mund, wo zwar Lücken sind, abba lediglich einige Originalteile geflickt werden mussten. Abba zu Weihnachten wünsche ich mir gezz mal endlich einen neuen Rücken. Oder am besten ne komplett neue Wirbelsäule komplett mit (breiteren) Schultern und Nackenstütze. Damit das Leiden mal ein Ende hat. Die Dinger soll es ja mittlerweile auch in schönen Modefarben geben. Vielleicht so ein cooles Camouflage-Design? Hm, schauen wir mal. Nur soviel: Die Bandscheiben sehen in LWS, BWS und HWS an diversen Stellen aus wie ne Drei-Kammer-Luftmatratze und das ISG korrodiert so langsam völlig. Abba jammern hilft ja nix oder - wie Steppi Stepanovic immer sagte - Lebbe geht weida!

Sonntag, 2. Dezember 2007

Ein Mann - drei Bücher

Habe gestern kurz in die "Hier und Heute"-Nacht reingeschaltet. Hochinteressante Reportage über den "Kohlenmann". Der sagte: "Früher gab's Rente, heute drei Bücher: 'Hunde, wollt Ihr ewig leben', 'Soweit die Füße tragen' und 'Einer kam durch'. Das bin dann wohl ich." Er war 73 und schleppte in Duisburg Kohlensäcke auf dem Rücken in die wenigen Keller von Häusern mit Kohleheizung - und verdiente 2 Euro an jedem Sack der (Import-) Kohle. Er aß jeden Tag Haferflocken (1 Kilo pro Woche), ein wenig Käse und Quark und trank 3 Liter kohlensäurefreies Quellwasser von "Ja!". "Mehr sitzt nicht drin", meinte er achselzuckend. Das war aber nicht 1978, sondern 2002. Noch Fragen?

Ein Mann - drei Bücher

Habe gestern kurz in die "Hier und Heute"-Nacht reingeschaltet. Hochinteressante Reportage über den "Kohlenmann". Der sagte: "Früher gab's Rente, heute drei Bücher: 'Hunde, wollt Ihr ewig leben', 'Soweit die Füße tragen' und 'Einer kam durch'. Das bin dann wohl ich." Er war 73 und schleppte in Duisburg Kohlensäcke auf dem Rücken in die wenigen Keller von Häusern mit Kohleheizung - und verdiente 2 Euro an jedem Sack der (Import-) Kohle. Er aß jeden Tag Haferflocken (1 Kilo pro Woche), ein wenig Käse und Quark und trank 3 Liter kohlensäurefreies Quellwasser von "Ja!". "Mehr sitzt nicht drin", meinte er achselzuckend. Das war aber nicht 1978, sondern 2002. Noch Fragen?