Donnerstag, 3. Dezember 2009

Schreiunterlagen, Standardausführung

Der Kollege Axel Hacke sammelt ja auf seinem Wortstoffhof gerne Wörter, für die keiner mehr eine wie auch immer geartete Verwendung hat. Feine Idee. Habe hier und heute etwas gefunden, das wohl so mancher ganz gut gebrauchen könnte; zumindest unter jenen Zeitgenossen, die einem klitzekleinen cholerischen Anfall nicht immer direkt abgeneigt sind. In diesem Online-Shop für Geschenkartikel (!) werden schließlich diese praktischen Schreiunterlagen angeboten.


(Screenshot dieser Internet-Adresse: Thomas Ottensmann)

Fragt sich nur, ob die Unterlage eher für die Ellenbogen gedacht ist - beim spontanen Schreien im Büro oder am Abendbrottisch, am Schreitisch im Arbeits- oder, pardon, Kinderzimmer - immer aber universal einsetzbar, weil nach DiN-Norm geprüft. Oder handelt es sich eher um eine Ganzkörper-Schreiunterlage? Die quasi den kompletten Menschen erdet, damit er beim Brüllen nicht so leicht abhebt wie Bruno (vgl. auch HB-Männchen)? Mysterien des E-Commerce.


Mittwoch, 2. Dezember 2009

Geschmackstrüger

Hört man ja immer wieder: Das schmeckt nicht, weil kein oder zumindest nicht genügend Fett drin ist. Denn, Fett ist ein Geschmacksträger. Jaha! Und deswegen schmecken viele fettarme Wurst- und Käsesorten - und erst recht einige (nicht alle!) Tofu- und Soja-Produkte - irgendwie so, als hätte man die Verpackung mit in die Pfanne oder den Sandwich-Toaster geworfen. Bestenfalls. Nun ja. Was wollte ich eigentlich sagen?

Ach ja: dass abba ein Produkt, das 30,4 Gramm Fett pro 100 Gramm aufweist (und ganz nebenbei auch noch 6,5 Gramm Eiweiß und satte 53,8 Gramm Kohlenhydrate - von den 515 Kilokalorien mal ganz zu schweigen), dass also solch ein Produkt auch wie Styropor mit Natreen schmecken kann, hat die Firma Friedel (sorry, Carina!) eindrucksvoll bewiesen.

In diesem Adventskalender steckt nämlich ein Schokoladen-Ersatzstoff, der nach dem reitenden Jungen gestern und dem wandernden Zwerg heute keine Lust mehr auf mehr macht - im Gegenteil! Ich befürchte, 22 von 24 Türchen werden 2009 geschlossen bleiben. Selbst wenn nach der Currywurst vom Weihnachtsmarkt zuhause mal der kleine (Schokoladen-)Hunger kommt, ist von dieser Ersatzdroge dringend abzuraten. So hilfreich wie eine Packung Tempo-Taschentücher - und in etwa so lecker. Himmel!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Freier Tag, offline

Ich war ja ohnehin schon immer der Meinung, dass man - gerade in diesen letzten Tagen der wahnsinnigen Nuller-Jahre - ab und zu mal einen gepflegten Offline-Tag einlegen sollte. Ohne Internet, Twitter, Facebook, Xing, Outlook, Firefox - ohne dieses ganze virtuelle pipapo, das einem soziale Kontakte vorgaukelt. Einfach auf die Straße gehen und sich - zack, volle Breitseite - vom Leben treffen lassen. Koffein, Nikotin und schwarze Buchstaben auf weißem Papier in irgendeinem dieser netten Cafés. Fertig. Hat was. Und soziale Kontakte habe ich auch gehabt. Nette sogar. Völlig unverabredet. Irre, woll?!

 (Matschiges Handy-Fotto: Thomas Ottensmann)