Sonntag, 3. Mai 2009

Philosophen in kurzen Hosen XXVI

"Schon wieder Steene!"
(Roland Ducke, FC Carl Zeiss Jena, beim Anblick der zum Weltkulturerbe gehörenden legendären Tempelreste von Baalbek im Libanon, zitiert nach: Hans Meyer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 2. Mai 2009)

Samstag, 2. Mai 2009

Ein Stück Tod mitten im Leben

Kommt ja nicht so ganz selten vor, dass man sich im eigenen Leben verirrt und sich wie eingesperrt fühlt. Gefangen in divergierenden sozialen Rollen und erdrückt von den Erwartungen Anderer, die einem mehr oder weniger nahe stehen. Mitgliedschaften in Vereinen, Verbänden und Organisationen legen Dir elektronische Fußfesseln an und das Zuhause mutiert - von wegen "My Home Is My Castle" - zur Einzelzelle. Mitten in einer Partnerschaft, die vielleicht gar keine ist - zumindest dem Wortsinn nach. Manchmal flüstert Dir Deine innere Stimme auch etwas von "Isolationshaft" ins Mittelohr. Aber gottseidank nur manchmal.


Warum also nicht einfach freiwillig mal selbst in den Knast einfahren? Um zu gucken, wie das so ist und was das mit Dir macht, wenn das soziale Leben, das man manchmal allzu wenig zu schätzen weiß, draußen bleiben muss, weil man drinnen eingesperrt ist? Heribert Prantl, eine der Edelfedern des deutschen Journalismus, wollte es ganz genau wissen: Der ehemalige Richter und ehemalige Staatsanwalt, der vor vielen Jahren durch Fahrfehler selbst auf Abwege geriet und Journalist wurde, schildert diesen Selbstversuch im Magazin der Süddeutschen Zeitung, bei der er seit gefühlten 100 Jahren Ressortleiter Innenpolitik ist - und oftmals über den Strafvollzug und seine gesellschaftlichen Folgen berichtet.

Freitag, 1. Mai 2009

Tag der Arbeit

Prost! Ein Malocher aus dem Revier wird 65. Kaum jemand denkt bei Rudi Assauer heute noch an Borussia Dortmund oder Werder Bremen, sondern immer noch an Schalke 04. Komisch, denn eigentlich war das Kind der Bundesliga 1964 ein Schwarz- Gelber und später eben ein Grün- Weißer. Auch später noch, als der passionierte Biertrinker und Zigarrenraucher längst auf Schalke malochte und den Altmeister als Manager und One-Man-Show wieder in die Spur brachte, schnürte er noch regelmäßig für die BVB-Traditionsmannschaft die Stollenschuhe.

Doch das ist alles längst Vergangenheit - ebenso wie die Vormachtstellung in Gelsenkirchen, die nach einer "Kulturrevolution" kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 nicht im Vor- sondern im Ruhestand endete. Eine schöne Hommage an Rudi Assauer in 90, nein keine Angst, nicht Minuten, sondern Sekunden von Spiegel TV gibt's hier:
www.kicker.de

Und meinen Lieblingsspot mit meinem Lieblingsbier gibt's hier:



...und hier:



...und hier (obwohl ich für die falsche Borussia jetzt nicht sooo viel übrig habe):